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   15.10.15 00:47
    ...da ist viel Wahres dr






Mein zweiter Geburtstag

Ich würde mich ja gern vorstellen, wer ich bin, was ich in meinem Leben so gemacht hab usw.

Aber es hat sich nun so ergeben, das ich am 01.10.2015 meinen zweiten Geburtstag feierte, und ich somit das ein oder andere, von dem ich dachte das wäre ich und das wäre mein Leben, über den Haufen geworfen habe.

 

Um das kurz zu erklären: Ich hatte am 01.10.2015 einen dermaßen schweren Autounfall, dass man den Bildern nach eigentlich garnicht glauben kann, dass ich dort lebend und fast unverletzt (!) herausgekommen bin. Das Heck fehlt fast völlig, die Beifahrertür eingedrückt bis zur Fahrerseite, die Motorhaube aufgerissen, der Motorblock auf meinem Schoß. Und das alles nur, weil mir jemand in einer unübersichtlichen Kurve auf meiner Seite entgegen kam.

Wie dem auch sei, ich will ja garnicht rumjammern. Dafür gibts ja keinen Grund, schließlich lebe ich noch. Da kann man schonmal ins grübeln kommen.

Habe ich bis jetzt mein Leben eigentlich so gelebt, wie ich mir das gewünscht habe? Habe ich das getan, was ich gern tun wollte´? Oder habe ich nur Erwartungen erfüllt? War ich die letzten Jahre wirklich Ich selbst, oder habe ich versucht jemandem zu entsprechen? War das denn nun alles gut so, bis jetzt?

 

Ich bin zu dem traurigen Entschluss gekommen, die meisten Fragen zu verneinen. Auch wenn ich in den letzten Wochen schon einen Schritt in die Richtung getan habe, einmal das zu tun was mein Herz begehrt, zu leben, zu lieben, frei und glücklich zu sein, hatte ich doch ab und an diesen kleinen Zweifel, ob das denn moralisch richtig sei.

Jetzt weis ich es. Es war definitiv richtig und ich freue mich, das in wenigen Tagen weiter fortsetzen zu können. Dann werde ich diesen einen besonderen Menschen wieder treffen, durch den ich wieder lebendig sein konnte. Ich werde mich für die nächsten Jahre vielleicht nicht so schnell aus den Strukturen lösen können, in denen ich bis heute gelebt habe, und vielleicht möchte ich das so schnell auch garnicht da ich auch eine große Verantwortung trage. Aber ich habe wenigstens erkannt, dass es nicht die Erfüllung schlechthin ist und ich nun die Zeit und auch die Erkenntniss (schreibt man das so?) erlangt habe, etwas zu ändern und trotz meiner moralischen und gesellschaftlichen Verpflichtung einen eigenen Weg zu finden um glücklich zu sein. Mal sehen wo er mich hinführt.

Jetzt freue ich mich erstmal auf den 22.

 

Ich weis, ich spreche in Rätseln, und wahrscheinlich schnallt eh keiner wovon ich spreche. Aber es tut trotzdem gut das endlich mal schwarz auf weiß zu sehen.

 

In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Abend, bis bald  

10.10.15 22:39
 
Letzte Einträge: Die illegale Liebe, Geretteter Tag, Demenz und was am Ende bleibt


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