* Startseite     * Über...     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Letztes Feedback
   15.10.15 00:47
    ...da ist viel Wahres dr






Die illegale Liebe

Als ich heute morgen bei 1°C mit meinem Hund spazieren war, und auf einer für mich sehr besonderen Bank Platz nahm, gingen meine Gedanken ihren eigenen Weg. Ich dachte an so ziemlich das wichtigste, dass mich im Moment bewegt. Die Liebe.

Mir fiel auf, wie paradox das Leben, der Mensch und unsere Gesellschaft doch ist. Liebe und Hass, das sind 2 Gefühle, die das menschliche Leben grundsätzlich prägen. Bei dem einen überwiegt das, bei dem anderen eben das. Je nachdem, wie man geschaffen und gewachsen ist.

Doch ich habe das Gefühl, das die Liebe viel illegaler ist, als der Hass. Warum? Naja, es ist doch eben so, dass man hassen darf, so viel man will. Und so viele man will. Aber mit der Liebe geht das nicht. Es ist gesellschaftlich so festgelegt, dass man seine Liebe auf einen kleinen Kreis konzentrieren soll. Was ist da schief gelaufen? Ist das ein Fehler in der Evolution? Ein Fehler in der Gesellschaft? Ein Fehler im Denken? Kann man das nicht irgendwie beheben? Die Ketten sprengen und alles gute geben das man in sich hat?

So einfach geht das offenbar nicht. Ist eine Frau mit einem Mann zusammen, natürlich auch andersrum, haben beide nur sich selbst zu lieben. Alles andere wird sanktioniert. Ich komme gerade schlecht zu dem Punkt, auf den ich hinaus will, weil es mir schwer fällt zu erklären wie ich das empfinde.

Ich denke einfach, dass die Welt viel besser wäre, wenn wir von der Liebe, die wir in uns tragen, mehr geben würden. Warum ist das verkehrt, mehr als nur einen Menschen zu lieben? Mehrere Menschen zu haben, mit denen man Lachen, Weinen oder Intim werden kann? Ich möchte hiermit nicht der Polygamie fröhnen. Es ist eben einfach so, dass sich im Leben manchmal Situationen ergeben, in denen man seinen Gefühlshorizont erweitern kann, in denen man Liebe geben kann, Liebe erhalten kann, soviel positive Energien freisetzen kann.

Ich denke einfach, dass es nicht verkehrt sein darf, Liebe zu geben und zu empfangen. Wenn man alle egoistischen Bedürfnisse beiseite fegt, niemanden an sich kettet und empfänglich für die Begehren anderer ist und diese vielleicht sogar beantworten kann, dann wäre das Leben um sovieles schöner. Vielleicht gehe ich zu weit, wenn ich glauben würde das viele Menschen dasselbe fühlen würden. Aber wünschen würde ich es mir schon.

So lebe ich es eben im verborgenen, verzehre mich, warte, warte, warte... Auf jede Nachricht, auf jeden Anruf, auf den 22. Oktober. Ich lächel in mich hinein, ich behalte mein Kribbeln im Bauch als Geheimnis und tue ein Erröten als Stress bekunden.

 

Die Liebe jedenfalls ist illegal, wenn ich sie für mehr als einen empfinde.

Der Hass nicht.

 

Bis bald

11.10.15 10:59
 
Letzte Einträge: Mein zweiter Geburtstag, Geretteter Tag, Demenz und was am Ende bleibt


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Dorehn / Website (14.10.15 22:47)
...da ist viel Wahres dran...finde deine Gedanken sehr interessant und tiefgründig... die Liebe wird oft eingezwängt in vorgeprägte Vorurteilen und durch Eifersucht zerstört...LG

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung